Weihnachtsgrüße

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und das Team des Kneipp-Vereins Kleve und Umgebung e.V.  möchte sich bei seinen Mitgliedern, Trainern, ehrenamtlichen Helfern, Förderern und Sponsoren herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen friedvollen Übergang in das neue Jahr und freuen uns auf das neue Kneipp-Jahr 2017. Schon jetzt möchten wir Sie auf die Kneipp-Saison-Eröffnung am 7.5.2016 hinweisen.
Bis dahin alles Gute und bleiben Sie gesund.


Mit kneippschen Grüßen
Bettina Marlene Schulte-Kleipaß


Historie Sebastian Kneipp

Lebenslauf Sebastian Kneipp

17.05.1821: Geburt in Stephansried bei Ottobeuren. Sein Vater war Weber und in dem
ärmlichen Anwesen herrschten bescheidene Verhältnisse. Schon im Alter von elf Jahren
musste er Tücher weben und das Vieh der Bauern hüten.


1844: Eintritt in das Gymnasium in Dillingen an der Donau


06.08.1852: Nach dem Studium in Dillingen und München wurde Sebastian Kneipp in
Augsburg zum Priester geweiht.


24.08.1852: Primiz in der Basilika des heimatlichen Ottobeuren


02.05.1855: Sebastian Kneipp kommt nach Wörishofen, wo er von nun an über 40 Jahre wirken sollte. Als Beichtvater der Dominikaner-
innen im Kloster sieht sich Kneipp von Beginn
an in Wörishofen nicht nur als geistlicher Beistand der Schwestern. Neben der geistlichen
Tätigkeit und der täglichen bäuerlichen Arbeit sieht Sebastian Kneipp einen wesentlichen
Auftrag darin, Kranken zu helfen und Gesunde vor Krankheiten zu schützen. Bereits während
der Studienzeit in Dillingen und München hat Kneipp viele Begegnungen mit der Heilkraft
des Wassers gehabt. Als er selbst schwer an Tuberkulose erkrankt war, hatte er sich mit kalten
Bädern geheilt. Pfarrer Kneipp erforschte aber auch die Wirkung der Pflanzen und das
Zusammenspiel von Nahrung und Bewegung beim Menschen.


April 1881: Sebastian Kneipp wird Pfarrer von Wörishofen. Er zieht vom Kloster ins Pfarrhaus um. Es beginnen hektische Jahre für ihn. Er hält in ganz Europa Vorträge.
Er
schreibt zahlreiche Bücher. Er behandelt und forscht. Ein immer größer werdender Kreis von
Ärzten, Bademeistern und anderen Helfern schart sich um Kneipp, denn längst kann er alle Aufgaben nicht mehr allein bewältigen.


1894: Eine seiner letzten Reisen führt ihn nach Rom, wo er von Papst Leo XII. empfangen wird und den Titel Monsignore erhält.


17.06.1897: Pfarrer Monsignore Sebastian Kneipp stirbt im Alter von 76 Jahren in Wörishofen. Er hinterlässt eine einzigartige Naturheilmethode.


Quelle: Stamm-Kneipp-Verein
Bad Wörishofen


Sebastian Kneipp (1821-1897) ist für sein ganzheitliches Gesundheitskonzept bekannt und geschätzt. Eigentlich war er aber von Beruf gar nicht Mediziner, sondern Pfarrer. Diesen Berufswunsch hatte Kneipp schon sehr früh und es gelang ihm trotz vieler Hindernisse ihn zu verwirklichen.

 

Er richtete drei Stiftungen ein: das Kneippianum, das Sebastianeum und die Kneippsche Kinderheilstätte. Ob arm oder reich, Kneipp machte bei seinen Patienten keinen Unterschied. Durch eine scharfe Beobachtungsgabe und die große Zahl der behandelten Patienten konnte Kneipp ein immenses Wissen über Diagnostik und Naturheilkunde gewinnen. Das ging soweit, dass die Ärztezeitung ihm nach seinem Tod einen wohlwollenden Nachruf widmete.
Besonders bemerkenswert, hatten die studierten Mediziner doch jahrelang versucht, den erfolgreichen Rivalen wegen Kurpfuscherei ins Gefängnis zu bringen.


Kneipp hinterließ der Nachwelt viele Schriften. Am bekanntesten sind: „So sollt ihr leben“ und „Meine Wasserkur“ (Teil 1 und Teil 2). Bis heute ist die gesundheitsfördernde und -erhaltende Wirkung der Anwendungen und der Kneipp-Kur unumstritten. Es gibt zahlreiche Kneipp-Kurorte in Deutschland. Untrennbar mit dem Namen verbunden ist speziell Bad Wörishofen, wo Kneipp seit 1855 wirkte.


Sebastian Kneipp (1821-1897) ist für sein ganzheitliches Gesundheitskonzept bekannt und geschätzt. Eigentlich war er aber von Beruf gar nicht Mediziner, sondern Pfarrer. Diesen Berufswunsch hatte Kneipp schon sehr früh und es gelang ihm trotz vieler Hindernisse ihn zu verwirklichen.


Als er an Tuberkulose erkrankte, heilte er sich durch eiskalte Bäder in der Donau und entwickelte später aus dieser Erfahrung sein Gesundheitskonzept, mit dem er Kranke heilte und letztlich weltweite Bekanntheit erlangt. Gleichzeitig wies er immer wieder auf die vorbeugende Wirkung einer gesunden Lebensweise hin.


Er richtete drei Stiftungen ein: das Kneippianum, das Sebastianeum und die Kneippsche Kinderheilstätte. Ob arm oder reich, Kneipp machte bei seinen Patienten keinen Unterschied. Durch eine scharfe Beobachtungsgabe und die große Zahl der behandelten Patienten konnte Kneipp ein immenses Wissen über Diagnostik und Naturheilkunde gewinnen. Das ging soweit, dass die Ärztezeitung ihm nach seinem Tod einen wohlwollenden Nachruf widmete. Besonders bemerkenswert, hatten die studierten Mediziner doch jahrelang versucht, den erfolgreichen Rivalen wegen Kurpfuscherei ins Gefängnis zu bringen.

Erste Schritte nach Sebastian Kneipps Tod
„Ratet und helfet einander“, riet Sebastian Kneipp seinen Anhängern, und unter diesem Motto taten sich bald die Menschen in seinem Sinne zusammen. So entstanden nach 1890 die Kneipp-Vereine, deren vielfältige Aktivitäten bald die Gründung eines Dachverbandes nötig machten.

 

Schon kurz nach Kneipps Tod im Jahre 1897 wurde der Kneipp-Bund e.V. gegründet. Er koordinierte die Arbeit der damals 45 Vereine und schuf ein Forum für den
Gedankenaustausch aller Mitglieder.

 

Kneipp selber hatte noch im ersten Kneipp-Blatt (1891 gegründet von Ludwig Auer aus Donauwörth) persönlich seine Vorstellungen über die Aufgabe der Kneipp-Vereine bekannt gegeben: Seine Lehre sollten Fachleute übernehmen, dabei Leidenschaft und Politik beiseite lassen, hingegen den Geist der Religion berücksichtigen. Dieser Wunsch erfüllte sich auch im 1891 gegründeten Kneipp-Ärztebund, bei dessen ersten Treffen Kneipp noch selbst eifrig mitdiskutierte.

Ein „Kurpfuscher“? Von wegen, ein Weltstar!
Man bedenke, dass die Kneipp-Ärzte damals noch als „Nichtmediziner“, wenn nicht Kurpfuscher galten und von den etablierteren Ärzteverbänden stark angefeindet wurden. So gab es in der Münchener Medizinischen Wochenschrift einen Nachruf auf Sebastian Kneipp, in dem es hieß: „Denn wenn man auch vom ärztlichen Standpunkte aus die Thätigkeit Kneipps verwerfen und für schädlich erachten musste, so war er doch eine so originelle und interessante Erscheinung, dass er mit den Kurpfuschern gewöhnlichen Schlages nicht auf gleiche Stufe gestellt werden darf. Von diesen unterscheidet ihn vor Allem seine Uneigennützigkeit und seine Menschenliebe.“

 



Dass es sich bei Sebastian Kneipp nicht um einen „Kurpfuscher“ handelte, sondern um einen Menschen mit einer ganz besonderen Gesundheitsidee machte in den Folgejahren allerdings schnell die Runde. Bereits zu Lebzeiten war Sebastian Kneipp in den USA der drittbekannteste Mann (nach Präsident Roosevelt und Bismarck). In Deutschland wuchs in den Jahrzehnten nach seinem Tod die Zahl der Vereinsmitglieder stetig.

Neubeginn und Wachstum – Der Kneipp-Bund im 20. Jahrhundert
Trotzdem gelang es zunächst nicht, die Kneipp-Bewegung in einen wirklichen Bund zusammenzubringen. Im Ersten Weltkrieg erlosch die Verbands- und Vereinstätigkeit dann fast vollständig. 1921 endlich schlossen sich die Wörishofener und die Berliner Verbände zusammen. In den 30er-Jahren hatte die Kneipp-Bewegung bereits rund 50.000 Mitglieder.


Zwischen 1940 und 1945 wurde der Kneipp-Bund nach mehrfacher Umbenennung der „Reichsarbeitsgemeinschaft der Verbände für naturgemäße Leben- und Heilweise“ bzw. dem „Deutschen Gesundheitsbund“ eingegliedert. Die Kneipp-Blätter mussten einem gleich-geschalteten Zentralorgan weichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Bewegung nur langsam wieder in Gang, aber bis Ende der 50er-Jahre hatte sie wieder rund 50.000 Mitglieder.


Wichtige Stationen auf dem Weg waren 1953 die Anerkennung der Kneipp-Kur durch die Sozialversicherungen und wenig später die Gründung der Sebastian-Kneipp-Schule in Bad Wörishofen 1957/58. In Bad Lauterberg entstand 1960 die „Norddeutsche Gesundheits-schule“. Der Sitz des Verbandes wurde 1968 nach München verlegt. 1970 entstand in Hannover ein Kneipp-Jugend- und Sportsekretariat und der Kneipp-Bund wurde Mitglied im Deutschen Sport-Bund (inzwischen: Deutscher Olympischer Sport-Bund). 1977 nahm die Sebastian-Kneipp-Akademie für Gesundheitsbildung mit dem ersten Lehrgang für Gesund-heitserzieher (heute: Gesundheitspädagogen) Gestalt an und der Kurbetrieb in Bad Wörishofen entstand.


1987 wurde der Sitz des Kneipp-Bundes nach Bad Wörishofen verlegt, in die früheren Räume der Sebastian-Kneipp-Schule. Seither sind alle Abteilungen, das Kneipp-Bund Hotel Bad Wörishofen, die Sebastian-Kneipp Akademie, der Kneipp-Verlag und die Internationale Konföderation der Kneipp-Bewegung (Kneipp Worldwide) unter einem Dach in der Adolf-Scholz-Allee vereint. Hier steht seither das Kneipp-Zentrum.


Stetiges Wachstum brachte die Zahl bis heute auf über 160.000 Mitglieder in Kneipp-Vereinen, wobei ein neuer Schub durch die Wiedervereinigung aus den Neuen Bundesländern kam.

Moderne Zeiten - Neue Aufgaben für den Kneipp Bund
Neben Verbreitung der Lehre Kneipps, Aus- und Fortbildung sah der Kneipp-Bund seine Aufgabe auch im gesundheitspolitischen Bereich. In den 90er-Jahren fand dieser Anspruch besonders deutlich seinen Niederschlag. So trat der Kneipp-Bund dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband bei und eröffnete 2003 das Büro für Gesundheit und Prävention in Berlin, das als gesundheits-politischer Arm der Bewegung agiert. Sein Ziel ist es vor allem den Präventionsgedanken in allen relevanten Gremien zu verankern.


Im Jahr 2004 wurde die Produktion des Magazins Kneipp-Kindergarten ins Kneipp-Zentrum nach Bad Wörishofen verlegt. Damit reagierte das 1995 eingerichtete Kinder- und Jugend-referat auf das wachsende Interesse der Menschen an „Kneipp für Kinder“. Stetig wuchs die Zahl der vom Kneipp-Bund anerkannten Kitas, inzwischen sind es über 360 sowie etliche in der Vorbereitungsphase.


Mit großem Stolz feierte der Kneipp-Bund e.V. mit seinen Bildungseinrichtungen 2006 die Anerkennung für sein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001. Die Mitarbeiter arbeiten ständig daran, die Qualität zu erhalten, zu verbessern und die Ansprüche mit Leben zu erfüllen.

Heute
Der Kneipp-Bund ist der Dachverband für die rund 600 Kneipp-Vereine in Deutschland. Über 160.000 Mitglieder machen ihn zur größten privaten deutschen Gesundheitsorganisation. Mit einer bewegten Geschichte.